Pressemitteilungen
  • Abschied von Schwerin - Feierliche Zeugnisübergabe für junge Notarfachangestellte

    Auch in diesem Jahr fand die feierliche Zeugnisausgabe der Auszubildenden zum Notarfachangestellten der Berufsschule Wirtschaft und Verwaltung wieder in der Notarkammer Mecklenburg-Vorpommern in der Alexandrinenstraße in Schwerin statt. (...)
    [Juli 2017]
  • Elektronische Signatur statt Schnur und Siegel – Notare verwahren Urkunden künftig digital

    Notarielle Urkunden sollen künftig nicht mehr ausschließlich in Papierform aufbewahrt werden. Fortan werden die Dokumente in einem Elektronischen Urkundenarchiv digital gespeichert. Das hat den Vorteil, dass Gerichte, Ämter und Banken Notarurkunden elektronisch verwenden können. Dies wird Verwaltungs- und Archivierungsprozesse enorm beschleunigen. Statt Schnur und Siegel erhalten die Dokumente eine elektronische Signatur, die sie rechts- und beweissicher macht. Das ist neu. (...)
    [Juni 2017]
  • Notar und Testament - Eine gute Verbindung

    Will man ein Testament errichten, stellt sich schnell die Frage: Schreibe ich mein Testament selbst oder wende ich mich an einen Notar? Zwar scheint das notarielle Testament auf den ersten Blick teurer zu sein. Unterm Strich spart der Gang zum Notar jedoch Zeit und Geld. (...)
    [Mai 2017]
  • Hellseherische Fähigkeiten werden nicht verlangt

    Bundesgerichtshof äußert sich erneut zur Patientenverfügung (Az. XII ZB 604/15) - Maßgeblich ist nicht, dass der Betroffene seine eigene Biografie als Patient und den medizinischen Fortschritt vo-rausahnt. Mit seiner Entscheidung vom 8. Februar 2017 präzisiert der Bundesgerichtshof (BGH) die Anforderungen für bindende Patientenverfügungen. Der Entscheidung lag folgender Fall zugrunde: (...)
    [April 2017]
  • Zuverlässig und schnell: Das Nachlassverfahren „goes digital“ – Über 18 Millionen Karteikarten ins Zentrale Testamentsregister überführt

    Leider kommt es immer wieder vor, dass Testamente gar nicht oder erst nach Jahren gefunden werden. Damit dies nicht passiert und der „letzte Wille“ im Erbfall sicher berücksichtigt wird, hat die Bundesnotarkammer das „Zentrale Testamentsregister“ eingerichtet. Ziel dieses Registers ist es, die Angaben zu allen Testamenten, Erbverträgen und sonstigen erbfolgerelevanten Urkunden, die von einem Gericht oder Notar verwahrt werden, digital an einem Ort zu zentralisieren. Zuvor wurden diese Angaben in ganz Deutschland verteilt bei rund 4.700 Standesämtern und der Hauptkartei für Testamente beim Amtsgericht Berlin-Schöneberg auf Karteikarten gesammelt. Durch das Zentrale Testamentsregister konnten die Nachlassverfahren enorm beschleunigt werden. (...)
    [Februar 2017]
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Berufsziel Notar/in

Notarinnen und Notare sind besonders qualifizierte und erfahrene Juristen, die einen entscheidenden Beitrag zum Funktionieren der Rechtspflege und damit des Gemeinwesens leisten. Der Gesetzgeber hat den Notaren die Stellung einer unparteiischen öffentlichen Institution eingeräumt. Der Schwerpunkt der notariellen Tätigkeit liegt im täglichen Umgang mit dem Bürger und der der Gestaltung seiner bedeutenden Rechtsverhältnisse.

 

Die Tätigkeit des/r Notars/in

Zu den Aufgaben des/r Notars/in gehören in erster Linie die Beratung sowie das Entwerfen und Beurkunden von Verträgen in Bereichen, die für den Bürger von besonderer Bedeutung sind. Den Notaren sind daher ausschließliche Zuständigkeiten im Grundstücksrecht, in großen Teilen des Gesellschafts- und Erbrechts sowie im Familienrecht übertragen. Dies bedeutet allerdings nicht, dass der/die Notar/in sich ausschließlich mit diesen Rechtsmaterien beschäftigt. Eine verantwortungsvolle und umfassende Wahrnehmung seiner Funktionen erfordert vertiefte Kenntnisse auch in anderen Disziplinen, insbesondere dem öffentlichen Bau- und Erschließungsrecht, dem Verbraucherschutz- sowie dem Steuerrecht.

 

Erforderliche Qualifikationen

Der Weg zum Notarberuf steht jedem Juristen offen, der die erste und zweite juristische Staatsprüfung mit überdurchschnittlichem Erfolg abgelegt hat. Außerdem muss der Bewerber nach seiner Persönlichkeit und seinen Leistungen für das Amt des Notars geeignet sein. Als hauptberuflicher Notar in Mecklenburg-Vorpommern wird in der Regel nur bestellt, wer nach dem 2. Staatsexamen den Vorbereitungsdienst als Notarassessor abgeleistet hat.

Während des Vorbereitungsdienstes gewinnt der Notarassessor praktische Erfahrungen durch die Ausbildung bei verschiedenen Notaren, die Übernahme von Notarvertretungen und Teilnahme an zahlreichen Fortbildungsveranstaltungen. Der Notarassessor steht in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis zum Staat und erhält Bezüge, die denen eines Richters auf Probe angeglichen sind. Nach Ablauf der 3-jährigen Regelzeit kann sich der Notarassessor auf freiwerdende Notarstellen bewerben, die vom Justizministerium Mecklenburg-Vorpommern ausgeschrieben werden.

Die Auswahl und Einstellung der Bewerber für den Assessorendienst erfolgt in Abstimmung mit der Notarkammer Mecklenburg-Vorpommern ebenfalls durch das Justizministerium Mecklenburg-Vorpommern. Es werden nur so viele Bewerber eingestellt, wie später voraussichtlich als Notare bestellt werden können. In Mecklenburg-Vorpommern sind dies durchschnittlich ein bis zwei Bewerber im Jahr. Ausschreibungen von Notarassessorenstellen erfolgen deshalb nur bei entsprechendem Bedarf durch das Justizministerium Mecklenburg-Vorpommern. Sie werden (als Grundlage des Bewerbungsverfahrens) jeweils in dem vom Innenministerium Mecklenburg-Vorpommern herausgegebenen Amtsblatt für Mecklenburg-Vorpommern sowie in einem anderen geeigneten Publikationsorgan veröffentlicht.

 

 

Gerne steht Ihnen die Geschäftsstelle der Notarkammer Mecklenburg-Vorpommern unter der Rufnummer +49(0)385–5812575 für weitere Rückfragen zur Verfügung.

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